Kleinkunstabend

A. Stein (Krimis); Hucky (Folk mit Bassstimme), P. Steimel (Shakespeare Solo) & Mr. Given (Beatboxing) // Kleinkunstabend West

Samstag, 24. November 2018 - 20:00

Den 24. November 2018 sollte man sich vormerken. Denn der 82. Kleinkunstabend West  wartet diesmal mit einem besonders vielseitigen und hochkarätigen Programm auf, das Moderator Hans-Martin Sänger zusammengestellt hat.

Die Autorin Alexa Stein ist Mitglied der ›Mörderischen Schwestern‹, einer rührigen Vereinigung kriminalschriftstellernder Frauen. Sie veröffentlichte 2008 mit ›Kronus' Kinder‹ ihren ersten, sehr wohlwollend aufgenommenen Roman und gab vor etwa drei Jahren die Anthologie ›Im Morden was Neues‹ heraus. Außer Krimis schreibt Alexa Stein auch gut recherchierte Kurzgeschichten, oft mit einem Touch ins Satirische oder leicht Rätselhaft-Übersinnliche.

Der Folksänger Hucky, vor einigen Jahren als Country-Rocker für Marlboro auf Tour, hat eine der faszinierendsten Bass-Stimmen in der Bremer Szene. Er begleitet sich auf der Gitarre und hat neben einigen Evergreens vorwiegend Lieder amerikanischer Songwriter wie z.B. Kris Kristofferson im Programm. Weit entfernt von der heilen Welt, die die Folk Music sonst so oft beschreibt, geht es in ihnen häufig um Schicksale, die auf der Kippe stehen, um Menschen, die ›trotzdem‹ weitermachen.

Ein ganz besonderes Highlight ist der Schauspieler Philipp Steimel, der aus dem Ruhrgebiet anreist. Er hat keinen Geringeren als William Shakespeare im Gepäck. Den allerdings deutet er radikal um: So wird die Sterbeszene aus ›Romeo und Julia‹ eine spritzige und rasante Einpersonenkomödie, denn Steimel spielt sowohl den Romeo als auch die Julia, immer wieder blitzartig hinter einem Paravent verschwindend und als das Gegenüber auftauchend. Es passt ins Bild, dass in dieser Shakespeare-Version das tödliche Gift einfach nicht wirkt, der Dolch zu stumpf ist, Romeo eigentlich eine Andere liebt, Julia sich scheiden lässt, und die Bühne zuletzt von einem wutentbrannten Akteur verlassen wird …

Als wäre dies nicht schon genug, konnte auch noch der Beatboxer Mister Given verpflichtet werden. Zum Beatboxing braucht man nicht etwa seine Fäuste, sondern lediglich ein Mikrofon und die eigene Stimme. Mit dieser werden dann Rhythmus- und Perkussionsinstrumente so täuschend echt imitiert und bisweilen auch noch mit Gesangselementen unterlegt, dass man eine verborgene Technik vermutet. Doch alle Sounds sind menschlichen Ursprungs und kommen von einer einzigen Person. Man darf gespannt sein.

Mitwirkende:
Alexa Stein - Kurzgeschichten und Krimis
Hucky - Folk mit Bassstimme
Philipp Steimel - Shakespeare Solo
Mr. Given - Beatboxing

Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 9,- € / ermäßigt 6,- €

 

 

 

J. Buscher (Literarisches), M. Skye (Liedermacher-Rock) & M. Breugst (Zauberkunst) // Kleinkunstabend West

Samstag, 8. September 2018 - 20:00

Am 8. September 2018 (20 Uhr) geht in der Kulturwerkstatt westend (Waller Heerstraße 294) der 81. Kleinkunstabend West über die Bühne. Hans-Martin Sänger präsentiert wie gewohnt drei Künstler aus den Bereichen Wort, Musik und Spiel; zusätzlich rundet er mit eigenen Songs und Satiren den Abend ab.

Das gesprochene Wort kommt von Jürgen Buscher, einem Autor mit langjähriger Kabarett- und Schreibgruppenerfahrung aus Osnabrück. In seinen Gedichten bringt er eine Menge Sprachwitz unter, während sich seine Prosaerzählungen gerne um Losertypen ranken, die reichlich illusorische Vorstellungen über ihre eigene Lebensposition hegen. So kommt z.B. ein amerikanischer Fernsehprediger auf sehr ungewöhnliche Weise zu Tode, und ein Knei¬penbesucher wird nicht nur unsanft aus seiner Traumwelt, sondern auch aus dem Lokal hinauskomplimentiert.

Ein Songwriter, der das Rhythmische betont, vor allem in seinem Gitarrenspiel, ist Mike Skye, der sich derzeit auch als Krimiautor einen Namen macht. Mike Syke hat kraftvolle eigene Songs, aber auch irische Traditionals und Rockiges im Programm. Thematisch reicht die Palette von Liedern zum Schmunzeln (auch in Deutsch) über Pub Songs bis hin zu Beziehungsballaden.

Gern gesehener Gast auf unseren Kleinkunstabenden ist der Zauberkünstler Markus Breugst, versiert sowohl als Tischzauberer (Close-up) wie auch auf der Bühne. Er verblüfft durch ungewöhnliche und selten gesehene Tricks. Seine unaufgeregte, mild-ironische und beinahe intellektuelle Art, diese vorzuführen, hebt ihn von vielen anderen Magiern ab und lässt die Zuschauer jedes Mal mit der uralten Frage ›Wie macht der das?‹ zurück.

Mitwirkende:
Jürgen Buscher: Literarisches
Mike Skye: Liedermacher-Rock
Markus Breugst: Zauberkunst

Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 9,- € / ermäßigt 6,-€

 

Foto: Jürgen Buscher

80. Kleinkunstabend West

Samstag, 5. Mai 2018 - 20:00

Eine kleine und eine größere runde Zahl darf der Kleinkunstabend West am 5. Mai 2018  in der Kulturwerkstatt Westend feiern: Er findet zum fünften Mal dort und zum 80. Mal im Westen insgesamt statt. Hans-Martin Sänger präsentiert wie immer diesen Mix aus Wort, Musik und darstellendem Spiel.

Andreas Pohl ist ein genauer Beobachter, der sowohl seine Berufserfahrung (früher Alten­pfleger, heute Logopäde) wie auch sein Hobby (er ist Bassist in einer Bluesband) in seine Kurztexte und Erzählungen einfließen lässt, die dadurch etwas sehr Authentisches bekom­men. Eine präzise Sprache und emotionaler Tiefgang sorgen dafür, dass die Geschichten fesseln. Und bisweilen grüßt auch der Tod auf eine sehr eigenartige Weise.

Ein Duo mit ungewöhnlichem Namen wird für die Musik sorgen. Mrs Zambesi  besteht aus der Sängerin Claudia Beckerath und dem Gitarristen Arne Hollenbach. Die beiden interpre­tieren Songs der Beatles, Sting und weitere gern gehörte Oldies; sie haben aber auch bei­spielsweise Geroge Gershwin im Programm. Ihre Art des Vortrags lässt sich als ›Vocal Jazz‹ umschreiben, die bekannten Songs werden so auf eine ganz neue, reizvolle Art zugänglich. Und nicht zuletzt runden kleine Showelemente den Vo­rtrag ab.

Gern gesehener Gast auf unseren Kleinkunstabenden ist der Grasberger Zauberer Tim Jantzen. Noch ein recht junger Mann, steckt er mit seinen professionell dargebotenen Tricks, seiner Selbst­ironie, spontanen dummen Sprüchen und seinem Eingehen aufs Publikum manch älteren Kollegen in die Tasche. Er zaubert mit Tüchern, mit Seilen, mit Karten und steuert konsequent auf den gruseligen Höh­epunkt seiner Show zu: Eine Guillotine im Klein­format, mit der man Gurken und Möhren gleichzeitig dur­chtrennen kann, möglicher­weise aber auch den Unterarm eines hilflosen Zuschauers …

Eintritt: 9,-€/ erm. 6,-€