Capriccioso

Exilliteratur im Rahmen der Themenwoche "Flucht und Exil" // in der Reihe Capriccioso

09.06.2016

Die berühmten Cafés der Exilanten sind eine Erscheinung des 20. Jahrhunderts. Aber die Geschichte der abendländischen Literatur ist schon seit mindestens 2000 Jahren auch
eine der exilierten Literaten. Von Ovid über Büchner bis Pablo Neruda und Herta Müller reicht der Bogen, den wir heute Abend spannen wollen.

Erika und Klaus Mann // eine Lesung mit Musik // in der Reihe Capriccioso

21.04.2016

Die beiden ältesten Kinder Thomas Manns, (geb. 1905 und 1906), hatten viel gemeinsam. Lebenslang im Schatten des berühmten Vaters entpuppten sie sich früh als Enfants Terribles und spielten zusammen Theater, nicht nur auf der Bühne. Bei einer USA-Tournee 1927
gaben sie sich vermarktungsstrategisch als Zwillinge aus: the literary Mann twins.

Heine // Eine Lesung mit Musik // in der Reihe Capriccioso

18.02.2016

Auf der Flucht vor der Zensur, vor geistiger Enge und obrigkeitsstaatlicher Gängelei begab sich Heine 1831 in Exil nach Paris. Für ihn zunächst die Erfüllung eines Traumes. Er schreibt: »Sogar die Schrecknisse, die man im eigenen Herzen mitgebracht hat nach Paris, verlieren dort ihre beängstigenden Schauer. Die Schmerzen werden sofort gesänftigt. In dieser Luft
heilen die Wunden schneller als irgendanderswo. Es ist in dieser Luft so etwas Großmütiges, so Mildreiches, so Liebenswürdiges.« Einerseits.

Rilke - Eine Lesung mit Viola und Saxofon // in der Reihe: Capriccioso

17.09.2015

Es liest Stylianos Eleftherakis; für die musikalische Begleitung sorgen Anna Szulc-Kapala (Viola) & Peter Dahm (Saxofon)

"Wir gingen zusammen durch die Heide. Abends im Wind. Und das Gehen in Worpswede ist jedesmal so: Eine Weile wandert man vorwärts, in Gesprächen welche der Wind rasch zerstört, - Dann bleibt einer stehen und in einer Weile der andere. Es geschieht so viel." (Rilke, Worpswede)

Franz Kafka // Im Rahmen des westend Kafka-Projektes 2015 / Capriccioso

18.06.2015

Ich habe nichts mitzuteilen, nichts, niemandem“ (F. K. Tagebuch 27.4.1915)

Und warum lesen wir ihn, immer wieder, immer wieder Neues entdeckend, immer wieder neu nach einem Sinn suchend? Vielleicht wollen wir endlich sein Schicksal verstehen. Worunter litt er am meisten? Unter dem Vater, den Frauen, seinen Krankheiten oder den ständigen Zweifeln gegenüber dem eigenen Schreiben? Aber er war doch auch ein treuer Freund, ein liebevoller Bruder, ein fähiger Beamter und nicht zuletzt ein witziger Beobachter des alltäglichen (Welt)Irrsinns.

Erich Mühsam Zwischen Bohème und Revolution // in der Reihe: Capriccioso

23.04.2015

Am 10. Juli treffen sich alljährlich einige Unentwegte auf dem Dahlemer Waldfriedhof (Berlin), um am Todestag von Erich Mühsam seiner zu gedenken. Mit ein wenig Rotwein, Käse und Texten aus seinem Werk. Der Schriftsteller, Lebenskünstler, Anarchist und Revolutionär war einer der ersten, die im KZ Oranienburg ermordet wurden. Der Hass der Nazis galt seinem Judentum ebenso wie seinem Lebensstil, seiner Agitation als Redner und Kommentator des Zeitgeschehens und seiner Beteiligung an der Münchener Räterepublik.

Brecht? "Altes Gold" (Martin Walser) // in der Reihe Capriccioso

19.02.2015

Brecht?

„Altes Gold!“ (Martin Walser)

Natürlich ist das Fragezeichen nicht zufällig gesetzt. Hat Brecht den Heutigen noch etwas zu sagen? Mancher fragt sich: „Brecht – ist das nicht altes Eisen?“  Wir halten uns da lieber an Walsers Diktum.

Wie immer man zu Brecht  stehen mag, er ist sicher der bedeutendste deutsche Dramatiker und Lyriker des letzten Jahrhunderts. Noch immer ist er einer der meistgespielten Dramatiker weltweit.

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